Curated Food macht das gesunde Leben leichter

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In Umkehrung des Spruchs „Sag mir, was du isst, und ich sage dir, wer du bist“ können wir uns auf eine optimale und einfache Ernährung in der Zukunft freuen. Denn einer der vielversprechendsten Future Foodstyles will uns eine Convenience-Gesundheitsküche auf Basis des individuellen Bedarfs garantieren: Sag mir, wer du bist, und ich sage dir, was du essen solltest.

In unserer leistungsorientierten Gesellschaft sind die Menschen darauf angewiesen, lange fit und gesund zu bleiben. Schon heute achten wir darauf, als Ausgleich zu unserem beruflichen Alltag genügend Sport zu treiben, zu entspannen und uns ausgewogen zu ernähren. Doch welche Nahrungsmittel sind gut für uns und vielleicht sogar ethisch einwandfrei? Und was hält Menschen individuell fit?

Erste Forschungen auf dem Gebiet der Nutrigenomik zeigen, dass mit der Entschlüsselung unseres DNS-Profils künftig auch Rückschlüsse auf eine individuell optimierte Ernährung möglich sein könnten. Die Folge: eine gesteigerte Lebensqualität und geringere Gesundheitskosten. Jedoch ist noch einige Forschung nötig, um den Zusammenhang zwischen genetischen Biomarkern, Nahrungsaufnahme und Krankheiten genauer darzustellen und zu etablieren.

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Bis dies möglich sein wird, werden wir uns mit anderen Lösungen behelfen müssen, um trotz eines eher stressigen Alltags einen gesunden Lebensstil zu führen. Hier sehen Trendforscher die Zukunft des „Curated Food“, bei dem es sich verschiedene Dienstleister und Unternehmen zur Aufgabe machen, Verbraucher bei einer gesunden Ernährung zu beraten und zu unterstützen. Persönliche Vorlieben, Geschmäcker und Werte sollen dabei natürlich nicht zu kurz kommen. Denn nicht die Breite der Auswahl, sondern ihre Beschränkung auf das qualitativ Sinnvolle sollte künftig das Abgrenzungskriterium sein – nicht nur für Lebensmittelmärkte, sondern auch für Küchen- und Gerätehersteller.

Dementsprechend könnte die Zahl kleinerer Lebensmittel- und Spezialitätengeschäfte wieder zunehmen. Und es werden Online-Konzepte und Zustellservices entstehen, die ihre kuratierende Aufgabe stärker in den Fokus stellen. Dabei geht es immer darum, den Konsumenten von der Last der „besten Wahl“ zu befreien. Die wachsende Anzahl von Anbietern von Biokisten oder Koch-Abo-Boxen mit ausgewählten Produkten inklusive Rezeptvorschlägen deuten diese Entwicklung schon seit längerem an.

Aber auch auf große Einzelhandelsgeschäfte ist der Trend übertragbar, wie ein Supermarkt in Amsterdam beweist: Dort erleichtert eine besondere Anordnung der Waren für Verbraucher den Einkauf und nimmt ihnen sogar die Entscheidung ab, was sie kochen. Dies funktioniert auf drei Arten: Zum einen werden zu verschiedenen Gerichten die passenden Zutaten in einem Regal direkt nebeneinandergestellt. Die zweite Variante besteht darin, dass beispielsweise das Gemüse für das Rezept schon geschnitten und abgepackt ist und zuhause nur noch zubereitet werden muss. Mit der dritten Variante geht es dann am schnellsten: Die Zutaten werden direkt vor Ort zubereitet.

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Nicht zuletzt zeigt sich auch in der smarten Küche eine Entwicklung zum „Curated Food“. Hersteller wollen mit den Features der smarten Küche den Verbrauchern beim zeitsparenden und gesunden Kochen zur Seite zu stehen. Das fängt beim Kühlschrank mit einem integrierten Scanner an, der Nahrungsmittel prüft, um dann in einer verbundenen Rezepte-App nach einem passenden gesundem Gericht Ausschau zu halten und dem User vorzuschlagen. Es gibt auch Apps, die automatisch eine Einkaufsliste anlegen und beim Kochen assistieren, indem sie beispielweise den Gargrad von Gerichten kontrollieren und damit ein vitaminschonendes Kochen garantieren. Die Branche wird sich auf der nächsten LivingKitchen, wo Trendplattformen, Geräteindustrie, Küchendesign und Endverbraucher zusammenkommen, mit Zukunftsszenarien beschäftigen, in denen die Küche und ihre Geräte immer klüger werden, um dem Verbraucher eine größtmögliche Entlastung und Beratung in seinem Alltag angedeihen zu lassen.

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