Die Traumküche der Deutschen: diese Farben, Formen, Materialien und Funktionen liegen im Trend

Jeder Küche liegt eine individuelle Planung zugrunde – denn kaum ein Raum gleicht dem anderen, und vor allem der persönliche Geschmack des Endkonsumenten sorgt dafür, dass Küchen echte „Individuen“ sind. Gelenkt von der Entwicklungskompetenz der Zulieferer der Küchenmöbelhersteller und allgemeinen Trends bieten die Küchenmöbelproduzenten mit jeder aktualisierten Kollektion Modelle mit neue Farben, Formen, Materialien und Funktionen. Doch was wünscht sich der deutsche Küchenkäufer tatsächlich? Worauf legt er Wert bei einem Küchenkauf und wie müssen die entsprechenden Geräte beschaffen sein?

„House and More“, die Kundenzeitschrift der Schwäbisch Hall mit einer Auflage von fast 2,2 Millionen Heften pro Ausgabe, wollte es genau wissen und arbeitete in Kooperation mit dem neuen internationalen Küchenevent „LivingKitchen“ einen Fragebogen mit 15 Punkten aus. Dieser lag der November-Ausgabe der „House and More“ bei, in der die Leser aufgefordert wurden, den ausgefüllten Bogen einzuschicken. Die Resonanz war enorm: Mehr als 12.000 Einsendungen beziehungsweise Online-Fragebögen erreichten die Redaktion.

Küche 2011 – naturnahe Farben, strukturartige Oberflächen und Geradlinigkeit bestimmen die Trends

Geradlinige Formensprache und naturnahe Farben werten die moderne Küche zum Wohnraum auf. (Foto: AMK)
Geradlinige Formensprache und naturnahe Farben werten die moderne Küche zum Wohnraum auf. (Foto: AMK)

Eine Küche ist die Seele der Wohnung. Hier trifft sich die Familie zum gemeinsamen Kochen und Kommunizieren. Hier wird mit Freunden ein leckeres Essen genossen, die halbe Nacht geklönt und gelacht. Die Küche ist heute im Vergleich zu den anderen Wohnräumen völlig gleichwertig und nimmt daher beim Wohnen einen wichtigen Platz ein. „Das liegt auch daran, dass moderne Küchen so überwältigend schön sind, dass sie allein zum Kochen viel zu schade wären“, weiß Frank Hüther Geschäftsführer der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK) aus Mannheim.

Eine moderne Küche ist einladend wie ein bequemes Sofa. Sie ist elegant, gut  beleuchtet, großzügig und sehr professionell. Optisch geht der Trend der neuen Küchen zu naturnahen Farben gern in Kombination mit strukturartigen Oberflächen. So ist beispielsweise die sägeraue, fast natürliche Holzoberfläche bei Fronten sehr im Kommen. Sie wirkt haptisch einladend und ist immer höchst individuell. Zusammen mit lackierten oder folierten Fronten unterbricht sie die optische Uniformität und lockert den Gesamteindruck auf. „Materialkombinationen werden aber nicht nur aus optischen Gründen gewählt“, erläutert Hüther. „Eine Lackfront ist pflegeleicht, aber eine Arbeitsplatte muss aus viel robusterem Material bestehen. Der moderne Fliesenspiegel wird heute gern aus einer vorgefertigten Glasplatte hergestellt, die fugenfrei und daher einfach zu reinigen ist“.

Die kommunikative Wohnküche im Trend: Koch-, Ess- und Wohnbereiche verschmelzen zunehmend

Foto: Leicht Küchen AG.
Foto: Leicht Küchen AG.

Auf der Premierenveranstaltung der LivingKitchen 2011 in Köln werden die neuesten Trends der Küchenbranche präsentiert. Ein Stilelement, das sich bereits über die vergangenen Jahre abzeichnet und an Bedeutung zunimmt, ist die sogenannte „kommunikative Wohnküche“.

Der Trend, die Küche als Lebensraum zu definieren, findet sich bei zahlreichen Ausstellern wieder. So geht RWK davon aus, dass die Küche noch stärker mit dem Ess- und Wohnbereich zusammenwächst. Dies prägt auch die Küchengestaltung von Leicht. „Ein fließender Übergang von Küche und Wohnen bestimmt die derzeitigen Küchenplanungen. Bei der Ausführung dieser neuen Kundenansprüche, werden architektonische Akzenten gesetzt“, so Stefan Waldenmaier, Vorstandsvorsitzender der Leicht Küchen AG. Bei Johannes Brockmann stehen ebenfalls offene Küchengestaltungen hoch im Kurs. „Der Küchenraum wird immer mehr zum Kommunikationszentrum. Die übergangslose Gestaltung und die Einbeziehung des Ess- und Wohnraumes wird weiterhin ein zentrales Thema sein“, antwortet Peter Vennebusch auf Nachfrage zu den Trends für 2011.