Begrüßungsworte von Katharina C. Hamma, Geschäftsführung der Koelnmesse GmbH, anlässlich der Pressekonferenz LivingKitchen

Katharina C. Hamma, Geschäftsführerin der Koelnmesse GmbH
Katharina C. Hamma, Geschäftsführerin der Koelnmesse GmbH

Begrüßungsworte von Katharina C. Hamma, Geschäftsführung der Koelnmesse GmbH, anlässlich der Pressekonferenz LivingKitchen am 17. Januar 2012, 14:30 Uhr

Meine Damen und Herren,

es freut mich, Sie hier als neue Geschäftsführerin der Koelnmesse begrüßen zu dürfen. Als Chief Operating Officer verantworte ich sowohl den Gesamtbereich Messemanagement sowie den Vertrieb und Market Services.

Meine Damen und Herren, im Jahr 2011 haben wir ein neues Messekapitel aufgeschlagen und die LivingKitchen als neue internationale Messe für Küchen, Einbaugeräte und Zubehör etabliert. Vom Start weg war dies sehr erfolgreich und hat die Erwar­tungen deutlich über­troffen. Wichtig war hierbei selbstverständlich auch die Parallelität zur internationalen Möbelmesse imm cologne.

Den Schwung des erfolgreichen Messe-Doppels haben wir auf die diesjährige Veranstaltung imm cologne übertragen können. So können wir 2012 mehr als 1.150 Aus­steller aus 54 Ländern begrüßen, konnten in vielen Angebotsbereichen wachsen und erfreuen uns einer vermehrten internationalen Nachfrage. Dies gilt insbesondere für Länder wie Italien, Spanien oder der Türkei. Darunter befinden sich auch namhafte Messerückkehrer wie B&B Italia aus Italien oder Kettal aus Spanien. Wir erwarten, dass sich diese erhöhte Inter­nationali­tät am Ende der Messewoche auch auf der Besucherseite widerspiegelt. Alles zusam­men ge­nommen unterstreichen diese Ent­wick­lungen die weitreichende Bedeutung der imm cologne für den internationalen Handel mit Möbeln und Einrichtung. Der perfekte Nährboden für eine ebenfalls erfolgversprechende imm cologne / LivingKitchen 2013, zu der ich Ihnen heute aktuelle Informationen und Entwick­lungen mitteilen möchte.

Alno Marecucina: die Yacht unter den Küchen

Marecucina. (Foto: Alno AG)
Marecucina. (Foto: Alno AG)

Schon der Name verrät das Design: Die Marecucina des LivingKitchen-Ausstellers Alno (Halle 4.2, Stand B020 C021) ist eindeutig nautisch inspiriert. Die Arbeitsplatte aus massivem Walnussfurnier mit schmalen Ahorn-Intarsien erinnert an ein Schiffsdeck, die LED-Leuchtfläche an ein Segel. Eine spezielle dreidimensionale Fräsung definiert den Bug. Auf Wunsch kann ein Mast mit Ablage und verchromter Reling weitere, schiffstypische Akzente setzen. Aber die Marecucina ist nicht nur Designobjekt für Individualisten, sie ist auch eine funktionale Küche. Wie sie es vom Reißbrett zur Serienreife gebracht hat, erläutert Alno-Produktdesigner Ulrich Dahm-Wachsmann, der die Marecucina maßgeblich entworfen und gestaltet hat.

Wie kam es zu der Idee, eine Küche wie die Marecucina zu entwerfen?
Das Design von Küchenmöbeln wird stark von der Architektur der Wohnräume mitbestimmt. Und von der Architektur her wissen wir, dass nautische und maritime Elemente eine sehr hohe Attraktivität besitzen. Fast jeder verbindet positive Erinnerungen an Meer und Schiffsfahrten, ist selbst schon mal gesegelt oder würde es gerne tun. Insofern sahen wir hier auch seitens des Marketings eine Chance, mit einer Design-Innovation relativ sicher auf eine gewisse Grundsympathie zu treffen. Schon die allerersten Skizzen, zu denen mich nicht zuletzt die genaue Betrachtung schöner Yachten inspiriert hatte, stießen im Team von Marketing und Entwicklungsabteilung auf Begeisterung. So entwickelte sich das Projekt dann fast von allein weiter bis hin zur Serienreife.

Was sind die Grundbausteine der Marecucina?
Das Konzept sah bei den Unterschrankelementen leichtere Erscheinungsformen vor, so, wie wir sie zuvor für unsere Programmlinie Edition Fly entwickelt hatten. Ein spezieller Aufhängebeschlag sorgt dabei für eine schwebende Anmutung. Auch bei den Fronten konnten wir auf Bewährtes zugreifen, nämlich die Fronten Alnostar Highline in Weiß und Alnostar Natureline in Nussbaum. Diese Bausteine haben wir für die Marecucina zusätzlich abgerundet und, im Fall der freistehenden Variante, die Arbeitsplatte dreidimensional gefräst, was absolut neu war.

Diese Arbeitsplatte fällt durch die Fräsung nach vorne leicht ab, ist das nicht unpraktisch?
Nicht, wenn man die leichte Neigung erst einmal im Bewusstsein hat. Im Gegenteil: Wir haben festgestellt, dass Details wie dieses den ganz besonderen Reiz, die Unverwechselbarkeit der Marecucina ausmachen. Solch eine Küche ist nicht einfach irgendein Möbelstück, sie will in ihrer Haptik und Optik bewusst wahrgenommen und „behandelt“ werden. Die weicheren Formen, die Strukturen und Rundungen üben einen geradezu magischen Reiz aus und schaffen Emotionalität.

Welches sind die weiteren maritimen Elemente der Marecucina?
Da ist zum einen der markante Kontrast zwischen dem Walnussbraun der Arbeitsfläche und den weißen Fronten. Weiß und Braun sind neben Blau die maritimen Farben schlechthin. Die chromglänzenden Accessoires Mast, Ablagen und Stegstreifen und das Lichtsegel, das an ein echtes Segel erinnert, bilden weitere zentrale Elemente. Wie beim Bootsbau verbinden sich hier Ästhetik und Charisma mit Funktionalität und Wertigkeit. So sorgen die LEDs für helles aber blendfreies Arbeitslicht, und die Chrom-Ablage am Mast erleichtert so manchen Handgriff. Auch die grifflose Verarbeitung sowie die abgerundeten Formen sind dem Schiffsbau entlehnt, wo sie ebenfalls sowohl ästhetischen als auch praktischen Wert haben.

Wie erklären Sie sich das große Interesse an der Marecucina?
Die Marecucina entspricht mit der klaren aber sanften Form einem wachsenden Bedürfnis nach Emotionalität. Gleichzeitig hat sie aber eine sehr klare Ausstrahlung, die frei von Schnörkeln oder kitschigen Elementen ist. Ihr Designkonzept ist in sich geschlossen und aus einem Guss. Schrankelemente und Fronten wurden nicht einfach zusammengemixt, sondern einem gemeinsamen Stilprinzip unterworfen und weiterentwickelt. Ich denke, es ist uns gelungen, den maritimen Charakter mit hohem funktionalem und ästhetischem Anspruch in eine nötige Alltagstauglichkeit zu übersetzen.

Welche Zielgruppe sprechen Sie mit der Marecucina an? Wie sehen Sie ihr Potenzial?
Mit der Marecucina bieten wir ein High-End-Produkt in Serienreife an. Die reduzierten Abmessungen und neu hinzugekommenen funktionalen Elemente erlauben es nun, dieses Konzept auch in normalen oder kleineren Räumen unterzubringen als Küchenzeile oder in L-Form. Damit ist grundsätzlich der Weg für eine breitere Vermarktung geebnet. Aber natürlich setzt die Küche eine positive Einstellung zur maritimen Lebensart voraus, ebenso einen hohen Anspruch an Qualität und Design von Küchenmöbeln. Anders ausgedrückt: Die Marecucina wird immer ein Produkt für Individualisten und Liebhaber exklusiver Einrichtung bleiben. Daher können wir bereits jetzt ein erstaunlich breites Interesse auf Kundenseite feststellen.

Wie unterscheidet sich die Marecucina in Serienreife von der ursprünglich vorgestellten Konzeptstudie?
In erster Linie haben wir die Abmessungen auf Größenverhältnisse reduziert, wie sie in normalen und mittleren Küchenräumen anzutreffen sind. Neben der hochwertigen und feinen Echtholzarbeitsfläche mit dem abgeflachten Bugende bieten wir nun auch robustere Kunststoffbeschichtungen sowie ergänzende Schrankelemente an.

Wird es bald weitere „Charakterküchen“ von Alno geben?
Natürlich feilen wir bei Alno bereits an neuen Konzepten. Ich bin davon überzeugt, dass sich der Trend zu mehr Charakter und Wohnlichkeit fortsetzen und neben dem Purismus und der reduzierten Formensprache behaupten wird. Deshalb werden wir, unterstützt von intensiven Markstudien, gerade auch in dieser Richtung weiterdenken. Denkbar ist vieles, man darf gespannt sein.

Dornbracht zeigt Einhebelmischer für die Küche und elektronische Armatur als Produktstudie

Eno. (Foto: Dornbracht)
Eno. (Foto: Dornbracht)

Dornbracht präsentiert auf der LivingKitchen (18.-23.01.2011) in Köln mit Eno einen neuen Einhebelmischer für die Küche, dessen Hebelkonzept intuitiv den Warmwasserverbrauch senkt. Ebenso zeigt der Armaturenhersteller aus Iserlohn eine elektronische Armatur als Produktstudie für den Nassarbeitsplatz in der Küche.

Eno ist ein neuer Einhebelmischer für die Küche, dessen Hebelkonzept intuitiv den Warmwasserverbrauch senkt. Während gängige Einhebelmischer in neutraler Hebelstellung gemischt kalt-warmes Wasser liefern, fließt bei Eno in dieser Hebelstellung ausschließlich kaltes Wasser. So entstehen keine Energiekosten für Heißwasserbereitung. Im Design zeichnet sich Eno durch eine klare, sachliche Formensprache aus, die auch durch den präzisen 90°-Öffnungswinkel des Hebels unterstrichen wird. Der zylindrische Armaturenkörper setzt sich in einem ergonomisch geformten Auslauf fort. Neben der klassischen Einhebelmischer-Variante ist Eno auch wahlweise mit herausziehbarer Brause oder herausziehbarem Mundstück erhältlich.

Die aktuellen Küchenneuheiten präsentiert Dornbracht im Rahmen der Living Kitchen in Halle 4.2, Stand B48. Auf der imm cologne 2011 ist Dornbracht im Bereich Pure Village auf dem Gemeinschaftsstand des Kölner KAP-Forums in Halle 3 vertreten und zeigt hier aktuelle Produkte aus dem Bereich Bad.