Vooking: Küchendesign perfekt zugeschnitten auf vegetarisches Kochen

Vooking – eine Abkürzung von Vegetarian Cooking – ist das Ergebnis der Zusammenarbeit eines interdisziplinären Teams aus Industrie- und Möbeldesignern, einem Koch und einem Tischler. Für das Projekt taten sich die Industriedesigner Mario Zeppetzauer und Stefan Degn von der Designagentur „formquadrat“ mit dem Möbeldesigner Stefan Radinger, dem Koch Harald Hochettlinger und dem Tischler Gerhard Spitzbart zusammen, um einer Frage nachzugehen: Benötigt man für vegetarisches Kochen eine andere Küche? Entstanden ist ein neues Küchendesign, das den Namen Vooking trägt.

Worin unterscheidet sich nun dieses Design von einem klassischen Küchendesign? Im Folgenden ein paar Beispiele:

Beim vegetarischen Kochen werden deutlich mehr Lebensmittel gereinigt und gewaschen. Das wurde beim Design der neuartigen 2-Beckenspüle berücksichtigt, die mit Randzonen ausgestattet und außerdem modular und flexibel ist. Ebenfalls in die Spüle integriert ist eine Vorrichtung, mittels der man gezielt Entkeimen kann. Auch Getreide steht im Fokus: Aus Getreidesäcken kann es mit einer integrierten Waage portioniert werden. Die Getreidemühle ist wie ein Einbaugerät konzipiert und erfüllt, wie auch der Rest der Küche, höchste Ansprüche an modernes Design. „Indoor Farming“ für den Anbau frischer Kräuter und Gewürze gehört ebenso zu der Ausstattung wie eine Kühlung, die sich den verschiedenen Lebensmitteln anpasst.

Bis der Prototyp von Vooking Marktreife erlangt hat, wird es noch ein wenig dauern. Doch auf der LivingKitchen 2015 kann man sich ein Bild davon machen, wie revolutionär das Küchenkonzept ist. Dort wird diese Küchenstudie zum ersten Mal der Öffentlichkeit präsentiert.

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Das Projekt-Team: Gerhard Spitzbart, Harald Hochettlinger, Stefan Radinger, Mario Zeppetzauer, Stefan Degn (v.l.n.r.)

 

 

Vooking Concept Sketch

Prototyp von Vooking

Komfortabel und ergonomisch – das sind die Küchen von morgen

Ergonomie ist eines der Buzzwords unserer Zeit und wird auch immer häufiger in Zusammenhang mit zeitgemäßem Küchendesign genannt. Die Arbeitsbedingungen, den Arbeitsablauf, die Anordnung der zu greifenden Gegenstände und die zu nutzenden Geräte räumlich und zeitlich für eine Aufgabe so zu verbessern, dass das Ergebnis optimal wird und die Beteiligten möglichst wenig ermüden oder gar geschädigt werden – so lautet das Ziel ergonomischer Gestaltung. Und diesem verschreiben sich immer mehr Küchenhersteller.

Eine individuelle und dadurch körpergerechte Küchengestaltung ist die Antwort auf schwer zugängliche Hochschränke, nicht komplett ausziehbare Auszüge und schlecht geplante Arbeitsflächen. Kurze Wege, die ideale Nutzung des zur Verfügung stehenden Raums, gutes Licht und nicht zuletzt eine optimale Arbeitshöhe sorgen nicht nur für effizienteres Arbeiten, sondern auch für eine gesunde Rückenhaltung. Letztere lässt sich dank des ergonoMeters© der Arbeitsgemeinschaft Die Moderne Küche e.V. (AMK) nun einfach ermitteln. Es ist das weltweit erste Messgerät, das die Ellbogenhöhe des Küchennutzers als Referenzmaß nutzt, um die optimale Arbeitshöhe zu ermitteln. „Sie liegt 10 bis 15 cm unterhalb der Ellbogenhöhe“, so Kirk Mangels, Geschäftsführer der AMK. Das Messgerät kommt im qualifizierten Küchenfachhandel und in Möbelhäusern mit eigener Küchenfachabteilung bereits zum Einsatz. Anspruchsvolle Kunden können sich ihre moderne Küche an die Körpergröße durch elektrisch höhenverstellbare Sockelsysteme anpassen. So kann immer angenehm im Stehen gekocht werden. Die optimale Raumnutzung lässt sich durch eine sinnvolle Küchenaufteilung in einzelne Arbeitszonen und Funktionsbereiche erzielen. Dadurch werden unnötige Arbeitswege vermieden – praktisch auch, wenn’s mal wieder schnell gehen muss.

Ergonomisch ausgerichtete Küchen enthalten darüber hinaus eine Vielzahl an Detaillösungen. Dazu zählen unter anderem Schubkästen und Vollauszüge mit Dämpfung, die im Inneren übersichtlich und rutschfrei gestaltet sind, oder auf Sichthöhe eingebaute Backöfen und Dampfgarer. Der höher eingebaute Geschirrspüler stellt hingegen eine unverzichtbare Neuerung dar, die sicher bei vielen auf Begeisterung stoßen wird.

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Beispiel für eine moderne Küche mit integrierter, elektrisch höhenverstellbarerer Kochinsel. (Foto: AMK)

 

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Das AMK ergonoMeter© für die Messung der optimalen Arbeitshöhe (Fotos: AMK)