Karim Rashid: der Design-Popstar über Inspiration, die Farbe Pink und seine Kooperation mit Gorenje

Karim Rashid ist ein Mann mit vielen Talenten. Ein Produktdesigner mit Wohnsitz in New York – jedoch stets auf Achse rund um den Globus –, der wohl schon alles designt hat, was es an Wohnungsausstattungen zu gestalten gibt: vom Salzstreuer über Sofas bis hin zu Leuchten. Er ist außerdem Architekt, Dekorateur, Lehrer, Autor, Künstler, sogar Modedesigner und DJ. Sein Portfolio umfasst eine beeindruckende Zahl von mehr als 3.000 produzierten Designentwürfen und über 300 Auszeichnungen. Seine Produkte sind in 20 Dauerausstellungen verschiedener Galerien zu sehen. Rashid hat bereits in fast 40 Ländern gearbeitet und sich eine beneidenswerte Kundenliste erarbeitet. Sie enthält Marken wie Alessi, Artemide, Audi, Cappellini, Carolina Herrera, Edra, Egizia, Estee Lauder, Foscarini, Giorgio Armani, Kenzo, Magis, Prada, Sony, Swarovski, Toyota, Veuve Clicquot, Zanotta, etc. Erst kürzlich reihte sich auch der LivingKitchen-Aussteller Gorenje (Halle 5.2 Stand C020) auf der Liste ein.

Abgesehen davon, dass er jegliche Grenzen ignoriert, ist dieser Mann – schon heute eine Legende des modernen Designs – dafür bekannt, Pink zu einer männlichen Farbe machen zu wollen. Eine Farbe, die er auch gerne selbst für seine ausgesuchte Garderobe auswählt.

Karim Rashid ist nach beinah 30 Jahren Arbeit im Bereich Produktdesign und Architektur so etwas wie eine lebende Legende. Wie fühlt sich das an?
Ich bin inspiriert und auch besessen. Der Adrenalinschub des Erfolges ist eine wunderbare glanzvolle Erfahrung – aber so habe ich mich immer gefühlt vor einem Erfolgserlebnis. An der Spitze mitwirken bedeutet, mit sich selbst spirituell, mental und physisch im Einklang zu sein, sich selbst verwirklicht zu haben. Ich hoffe diesen Status werde ich irgendwann einmal erreichen, noch ist es nicht so weit. Jeder Tag ist eine neue Herausforderung. Ein neues Projekt, eine neue Typologie, eine neue Gelegenheit. Ich sehe mich selbst nicht an irgendeiner Spitze – ich fühle mich eher als wäre ich erst 25 Jahre alt, gerade aus der Schule und am Beginn meines Schaffens. Da gibt es noch so viel, was ich tun möchte, dass ich das Gefühl habe, bislang noch nichts erreicht zu haben.