nobilia: hoher Qualitätsstandard trifft modernes Design

Die grifflosen Echtlackfronten in Weiß Hochglanz verleihen der Küchenplanung „Pura834“ eine moderne Geradlinigkeit und betonen die waagerechten Strukturen in der Küche. (Foto: nobilia)
Die grifflosen Echtlackfronten in Weiß Hochglanz verleihen der Küchenplanung „Pura834“ eine moderne Geradlinigkeit und betonen die waagerechten Strukturen in der Küche. (Foto: nobilia)

Das Unternehmen nobilia hat im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von 783 Millionen EURO erwirtschaftet. Mit seinen rund 2.150 Beschäftigten gehört der LivingKitchen-Aussteller nobilia damit zu den führenden Herstellern von Einbauküchen in Europa. Die beiden Werke im ostwestfälischen Verl mit insgesamt 203.000 qm Fläche zählen weltweit zu den modernsten und leistungsfähigsten Produktionsstandorten für Küchenmöbel. 260 Fahrer liefern jährlich ein Frachtvolumen von 1,7 Millionen Kubikmetern in ganz Deutschland und dem europäischen Ausland aus. Dafür steht eine eigene Flotte von 125 modernen Lkw und rund 400 Aufliegern zur Verfügung.

Die Traumküche der Deutschen: diese Farben, Formen, Materialien und Funktionen liegen im Trend

Jeder Küche liegt eine individuelle Planung zugrunde – denn kaum ein Raum gleicht dem anderen, und vor allem der persönliche Geschmack des Endkonsumenten sorgt dafür, dass Küchen echte „Individuen“ sind. Gelenkt von der Entwicklungskompetenz der Zulieferer der Küchenmöbelhersteller und allgemeinen Trends bieten die Küchenmöbelproduzenten mit jeder aktualisierten Kollektion Modelle mit neue Farben, Formen, Materialien und Funktionen. Doch was wünscht sich der deutsche Küchenkäufer tatsächlich? Worauf legt er Wert bei einem Küchenkauf und wie müssen die entsprechenden Geräte beschaffen sein?

„House and More“, die Kundenzeitschrift der Schwäbisch Hall mit einer Auflage von fast 2,2 Millionen Heften pro Ausgabe, wollte es genau wissen und arbeitete in Kooperation mit dem neuen internationalen Küchenevent „LivingKitchen“ einen Fragebogen mit 15 Punkten aus. Dieser lag der November-Ausgabe der „House and More“ bei, in der die Leser aufgefordert wurden, den ausgefüllten Bogen einzuschicken. Die Resonanz war enorm: Mehr als 12.000 Einsendungen beziehungsweise Online-Fragebögen erreichten die Redaktion.

Alno Marecucina: die Yacht unter den Küchen

Marecucina. (Foto: Alno AG)
Marecucina. (Foto: Alno AG)

Schon der Name verrät das Design: Die Marecucina des LivingKitchen-Ausstellers Alno (Halle 4.2, Stand B020 C021) ist eindeutig nautisch inspiriert. Die Arbeitsplatte aus massivem Walnussfurnier mit schmalen Ahorn-Intarsien erinnert an ein Schiffsdeck, die LED-Leuchtfläche an ein Segel. Eine spezielle dreidimensionale Fräsung definiert den Bug. Auf Wunsch kann ein Mast mit Ablage und verchromter Reling weitere, schiffstypische Akzente setzen. Aber die Marecucina ist nicht nur Designobjekt für Individualisten, sie ist auch eine funktionale Küche. Wie sie es vom Reißbrett zur Serienreife gebracht hat, erläutert Alno-Produktdesigner Ulrich Dahm-Wachsmann, der die Marecucina maßgeblich entworfen und gestaltet hat.

Wie kam es zu der Idee, eine Küche wie die Marecucina zu entwerfen?
Das Design von Küchenmöbeln wird stark von der Architektur der Wohnräume mitbestimmt. Und von der Architektur her wissen wir, dass nautische und maritime Elemente eine sehr hohe Attraktivität besitzen. Fast jeder verbindet positive Erinnerungen an Meer und Schiffsfahrten, ist selbst schon mal gesegelt oder würde es gerne tun. Insofern sahen wir hier auch seitens des Marketings eine Chance, mit einer Design-Innovation relativ sicher auf eine gewisse Grundsympathie zu treffen. Schon die allerersten Skizzen, zu denen mich nicht zuletzt die genaue Betrachtung schöner Yachten inspiriert hatte, stießen im Team von Marketing und Entwicklungsabteilung auf Begeisterung. So entwickelte sich das Projekt dann fast von allein weiter bis hin zur Serienreife.

Was sind die Grundbausteine der Marecucina?
Das Konzept sah bei den Unterschrankelementen leichtere Erscheinungsformen vor, so, wie wir sie zuvor für unsere Programmlinie Edition Fly entwickelt hatten. Ein spezieller Aufhängebeschlag sorgt dabei für eine schwebende Anmutung. Auch bei den Fronten konnten wir auf Bewährtes zugreifen, nämlich die Fronten Alnostar Highline in Weiß und Alnostar Natureline in Nussbaum. Diese Bausteine haben wir für die Marecucina zusätzlich abgerundet und, im Fall der freistehenden Variante, die Arbeitsplatte dreidimensional gefräst, was absolut neu war.

Diese Arbeitsplatte fällt durch die Fräsung nach vorne leicht ab, ist das nicht unpraktisch?
Nicht, wenn man die leichte Neigung erst einmal im Bewusstsein hat. Im Gegenteil: Wir haben festgestellt, dass Details wie dieses den ganz besonderen Reiz, die Unverwechselbarkeit der Marecucina ausmachen. Solch eine Küche ist nicht einfach irgendein Möbelstück, sie will in ihrer Haptik und Optik bewusst wahrgenommen und „behandelt“ werden. Die weicheren Formen, die Strukturen und Rundungen üben einen geradezu magischen Reiz aus und schaffen Emotionalität.

Welches sind die weiteren maritimen Elemente der Marecucina?
Da ist zum einen der markante Kontrast zwischen dem Walnussbraun der Arbeitsfläche und den weißen Fronten. Weiß und Braun sind neben Blau die maritimen Farben schlechthin. Die chromglänzenden Accessoires Mast, Ablagen und Stegstreifen und das Lichtsegel, das an ein echtes Segel erinnert, bilden weitere zentrale Elemente. Wie beim Bootsbau verbinden sich hier Ästhetik und Charisma mit Funktionalität und Wertigkeit. So sorgen die LEDs für helles aber blendfreies Arbeitslicht, und die Chrom-Ablage am Mast erleichtert so manchen Handgriff. Auch die grifflose Verarbeitung sowie die abgerundeten Formen sind dem Schiffsbau entlehnt, wo sie ebenfalls sowohl ästhetischen als auch praktischen Wert haben.

Wie erklären Sie sich das große Interesse an der Marecucina?
Die Marecucina entspricht mit der klaren aber sanften Form einem wachsenden Bedürfnis nach Emotionalität. Gleichzeitig hat sie aber eine sehr klare Ausstrahlung, die frei von Schnörkeln oder kitschigen Elementen ist. Ihr Designkonzept ist in sich geschlossen und aus einem Guss. Schrankelemente und Fronten wurden nicht einfach zusammengemixt, sondern einem gemeinsamen Stilprinzip unterworfen und weiterentwickelt. Ich denke, es ist uns gelungen, den maritimen Charakter mit hohem funktionalem und ästhetischem Anspruch in eine nötige Alltagstauglichkeit zu übersetzen.

Welche Zielgruppe sprechen Sie mit der Marecucina an? Wie sehen Sie ihr Potenzial?
Mit der Marecucina bieten wir ein High-End-Produkt in Serienreife an. Die reduzierten Abmessungen und neu hinzugekommenen funktionalen Elemente erlauben es nun, dieses Konzept auch in normalen oder kleineren Räumen unterzubringen als Küchenzeile oder in L-Form. Damit ist grundsätzlich der Weg für eine breitere Vermarktung geebnet. Aber natürlich setzt die Küche eine positive Einstellung zur maritimen Lebensart voraus, ebenso einen hohen Anspruch an Qualität und Design von Küchenmöbeln. Anders ausgedrückt: Die Marecucina wird immer ein Produkt für Individualisten und Liebhaber exklusiver Einrichtung bleiben. Daher können wir bereits jetzt ein erstaunlich breites Interesse auf Kundenseite feststellen.

Wie unterscheidet sich die Marecucina in Serienreife von der ursprünglich vorgestellten Konzeptstudie?
In erster Linie haben wir die Abmessungen auf Größenverhältnisse reduziert, wie sie in normalen und mittleren Küchenräumen anzutreffen sind. Neben der hochwertigen und feinen Echtholzarbeitsfläche mit dem abgeflachten Bugende bieten wir nun auch robustere Kunststoffbeschichtungen sowie ergänzende Schrankelemente an.

Wird es bald weitere „Charakterküchen“ von Alno geben?
Natürlich feilen wir bei Alno bereits an neuen Konzepten. Ich bin davon überzeugt, dass sich der Trend zu mehr Charakter und Wohnlichkeit fortsetzen und neben dem Purismus und der reduzierten Formensprache behaupten wird. Deshalb werden wir, unterstützt von intensiven Markstudien, gerade auch in dieser Richtung weiterdenken. Denkbar ist vieles, man darf gespannt sein.